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Dein Content Marketing FließbandDie DMS Reel Machine | Projektdokumentation

Vom Rohvideo zum veröffentlichten Reel — ohne Videoschnittprogramm und ohne Agentur. Du filmst mit dem Handy und legst die Datei in einen Ordner. Den Rest übernimmt das System.

Reel Machine
Übersicht der Reel Machine

01

Ausgangslage

Regelmäßige Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken hängt nicht am Filmen, sondern an der Nachbearbeitung. Schnitt, Untertitel, Ton, Text, Terminierung und Veröffentlichung sind sechs getrennte Arbeitsschritte in meist ebenso vielen Programmen.

Für Menschen, die etwas zu sagen haben, aber keine Cutter sind, ist genau das die Hürde — nicht die Kamera.

Was in der manuellen Nachbearbeitung mindestens 15 Minuten pro Minute Video verlangt, erledigt die Reel Machine auf Knopfdruck und vollständig selbstständig. Eine komplette Reel-Agentur auf dem eigenen Rechner.

02

Was das System tut

Sechs Schritte · jeder Zwischenstand sichtbar und abspielbar

  1. Schritt 01

    Input

    Das mit dem Handy gefilmte Video wird in einen Ordner gelegt. Der Input-Bereich zeigt sofort alle Originaldateien.

    Vollbild
  2. Schritt 02

    Cutting

    Sprechpausen werden erkannt und entfernt. Es entsteht ein fließender Sprechtext ohne Leerlauf.

    Vollbild
  3. Schritt 03

    Untertitel

    Untertitel im gewählten Stil werden eingebrannt. Der Karaoke-Effekt hebt das jeweils gesprochene Wort hervor. Die Stilbibliothek wird laufend erweitert.

    Vollbild
  4. Schritt 04

    Audio

    Track und Lautstärke der Hintergrundmusik werden gewählt und gegen die Sprachspur ausgepegelt. Die verwendeten Tracks sind lizenzfrei.

    Vollbild
  5. Schritt 05

    Fertige Reels und Captions

    Die Begleittexte für die Veröffentlichung werden auf Knopfdruck erzeugt und bleiben vor der Freigabe editierbar.

    Vollbild
  6. Schritt 06

    Scheduling

    Tag und Uhrzeit werden gesetzt. Die Veröffentlichung erfolgt gleichzeitig auf Instagram, Facebook, TikTok, LinkedIn und YouTube Shorts.

    Vollbild
Gesamtansicht des Fließbands über alle Stufen
03

Wie es gebaut ist

Architektur und Ablauf

Das System ist eine Kette aus klar getrennten Stufen. Jede hat einen definierten Eingang, einen definierten Ausgang und ein prüfbares Zwischenergebnis. Ein lokaler Python-Server nimmt die Aufträge entgegen und liefert die Bedienoberfläche an den Browser aus.

Alles bis zum fertigen Reel läuft auf dem eigenen Rechner. Die drei externen Dienste sind vollständig abschaltbar — fehlt einer, meldet nur die betroffene Funktion einen Fehler, der Rest der Kette läuft weiter.

  1. 01

    Eingang

    Zwei Wege zum selben Ziel: Datei in die Oberfläche ziehen, oder in einen vereinbarten Ordner legen, den der Server alle 30 Sekunden prüft. Für den Ordnerweg sind keine Zugangsdaten nötig, nur ein Pfad.

    Python-Server
    Ordnerüberwachung
  2. 02

    Schnitt

    Das Video wird lokal transkribiert. Aus Stilleerkennung und Wortzeitmarken entstehen die Schnittpunkte; Pausen, Verhaspler und Füllwörter fallen heraus, ein Rest bleibt stehen, damit es nicht gehetzt klingt. Für viele Videos gleichzeitig ausführbar.

    Whisper (lokal)
    FFmpeg
  3. 03

    Untertitel

    Aus demselben Transkript, wortweise mitlaufend, fest ins Bild gebrannt statt als separate Spur — dadurch auf jeder Plattform sichtbar, auch ohne Ton.

    FFmpeg
  4. 04

    Ton

    Optional. Musik wird unter die Stimme gemischt und so ausgepegelt, dass die Sprache vorn bleibt. Die Tracks sind selbst erzeugt und damit lizenzfrei.

    FFmpeg
  5. 05

    Fertiges Reel

    Liegt als Datei auf der Festplatte und ist direkt in der Oberfläche abspielbar. Ab hier kann der Ablauf enden — Herunterladen und selbst hochladen ist jederzeit möglich.

    lokales Dateisystem
  6. 06

    Begleittext

    Optional. Aus dem Transkript entsteht die Caption für die Veröffentlichung, abgerechnet nach Textmenge im Bereich von Bruchteilen eines Cents. Ohne dieses Konto wird trotzdem geschnitten.

    Anthropic API
  7. 07

    Terminierung und Veröffentlichung

    Optional. Das Reel wird zunächst in den Cloud-Speicher geladen und dann an die Planungsschicht übergeben, die es zur gewählten Zeit auf Instagram, TikTok, Facebook, YouTube und LinkedIn einstellt.

    Google Drive
    GoHighLevel

Laufzeit: Python · FFmpeg · Whisper mit lokalem Sprachmodell
Bedienung: Browser-Oberfläche gegen einen lokalen Server; sechs Zähler zeigen, wie viele Videos an welcher Station stehen
Mobil: zweite, verschlüsselte Adresse mit selbst erzeugtem Zertifikat — nur darüber gibt das Smartphone seine Kamera frei
Konfiguration: eine einzige .env-Datei für Pfade und Zugangsschlüssel, außerhalb des Programmcodes
Externe Dienste: Anthropic API (Texte) · GoHighLevel (Ausspielung) · Google Drive (Ein- und Ausgang) — alle drei freiwillig

04

Entscheidungen und Kompromisse

Stapelverarbeitung und trotzdem jede Stufe einzeln sichtbar

Der Schnitt lässt sich für viele Videos gleichzeitig anstoßen — das ist der Schritt mit dem größten Zeitgewinn und dem geringsten Entscheidungsbedarf. Trotzdem bleibt jede Stufe einzeln aufrufbar, mit Live-Vorschau der Zwischenstände.

Das ist eine bewusste Entscheidung gegen die Blackbox: Ein System, das am Ende nur ein fertiges Video ausgibt, lässt sich im Fehlerfall nicht korrigieren, sondern nur neu starten. Wer sehen kann, an welcher Stelle das Ergebnis kippt, greift dort ein statt von vorn zu beginnen.

Jede externe Abhängigkeit ist abschaltbar

Kein Dienst ist Voraussetzung für den Betrieb. Fehlt ein Zugang, meldet die betroffene Station das im Klartext und der Server läuft weiter — kein Abbruch, kein Datenverlust. Wer klein anfängt, zahlt nichts und kann später aufstocken, ohne etwas neu einzurichten.

Das war eine bewusste Entscheidung gegen die übliche Bauweise, bei der ein fehlender Schlüssel die ganze Kette stoppt. Der Preis dafür ist mehr Fallunterscheidung im Code, der Gewinn ist ein System, das auch dann arbeitet, wenn ein Anbieter ausfällt oder eine Rechnung offen ist.

Musik aus eigener KI-Generierung statt aus Bibliotheken

Die Hintergrundtracks werden selbst erzeugt und sind dadurch lizenzfrei. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Abmahnungen wegen gewerblich genutzter Musikstücke in Social-Media-Inhalten. Für ein System, das automatisiert und in großer Menge veröffentlicht, ist eine geklärte Rechtelage keine Nebensache, sondern Voraussetzung.

Aktueller Stand und nächster Schritt

Das System läuft auf einem durchlaufenden Rechner. Die Fernsteuerung per Smartphone befindet sich im finalen Entwicklungsschritt — damit entfällt die Bindung an den Arbeitsplatz und der Ablauf lässt sich von unterwegs auslösen und überwachen.

05

Was daran übertragbar ist

Der eigentliche Gegenstand dieses Projekts ist nicht die Videobearbeitung, sondern die Prozesskette. Es geht darum, Prinzipien und Prozessketten zu kennen, zu verstehen, zu analysieren und zu gliedern — und daraus einen Workflow zu bauen, der alle nötigen Teilschritte sinnvoll und effizient abarbeitet.

Diese Arbeitsweise ist unabhängig vom Fach. Ob Belegverarbeitung, Kundenanlage oder Content-Produktion: Der Aufbau bleibt derselbe — Auslöser bestimmen, Schritte trennen, Zwischenergebnisse prüfbar halten, Übergaben an Fremdsysteme sauber definieren.